Am vergangenen Mittwoch stand das 2. Saisonspiel der Sportfreunde Schiller gegen den großen Gruppenfavoriten Aktivist PädagoKick auf dem Programm. Nach einer starken Mannschaftsleistung und einem leidenschaftlichen Kampf mussten sich die Sportfreunde am Ende jedoch mit 2:0 geschlagen geben. Mancher fühlte sich an die Ereignisse von vor 14 Tagen erinnert als die Schiller-Mannen ihrerseits in der Schlussphase glücklich mit 1:0 gegen Viking FK die Oberhand behalten hatten. Der alte Fußballer-Spruch: „Über die Saison gleicht sich alles aus!“ erfuhr bereits im zweiten Spiel seine erschreckende Bestätigung, denn in der letzten Spielminute schlug es gleich doppelt hinter Torwart-Legende Gazi Sikican ein.
Hochkonzentriert und hochmotiviert gingen die Sportfreunde vom Anpfiff weg zu Werke. Eventuell hat das mit Freude aufgenommene neue Outfit seinen kleinen Beitrag dazu geleistet. Die eine oder andere Stimme abseits des Platzes äußerte sich bereits begeistert über das neue Trikot. Teamintern machte der alljährlich Satz vom schönsten Trikot aller Zeiten die Runde. Die Gerüchteküche brodelt zudem. Hinter vorgehaltener Hand wird spekuliert, dass das Management sich um einen Extra-Deal mit dem neuen Hauptsponsor bemüht, damit auch in den leeren Kassen bald die Post abgeht.
Rein sportlich war es kein Duell auf Augenhöhe. Doch der Underdog machte fehlendes spielerisches Potential mit einer Menge Lauf- und Einsatzbereitschaft wett. So entwickelte sich ein Duell, dass gespickt war mit rassigen Zweikämpfen und zum Teil mit den Händen zu greifender Spannung. Wirkliche Torraumszenen waren rar gesät. Die beste Möglichkeit der Sportfreunde im ersten Spielabschnitt vergab Lorenzen. In seinem persönlichen „Familienduell“ fiel dem Mittelfeldakteur das Spielgerät nach einem feinen Steilpass, oder sagen wir besser: einem eingesprungenen halb gefallenden Seit-Rückwärtsfallzieher, von Schwab so unverhofft im Strafraum vor die Füße, dass er das Leder nicht am PädagoKick-Goalie vorbeibugsieren konnte. Schade, zumal auch Lange nach einem verunglückten Torschuss wiederum von Schwab beinahe mit dem Kopf zu Stelle gewesen wäre. Ein wirklich platzierter Kopfstoß war jedoch nicht möglich, sodass die Schillerakteure es versäumten den Druck auf den Favoriten durch einen Führungstreffer noch zu erhöhen.
Dennoch war man in der Halbzeit mit dem torlosen Remis durchaus zufrieden. Einige Spieler witterten ferner unlauteren Wettbewerb, da einige eindeutig den Pädagogen zugeneigte Zuschauer mit stinkendem bissigem Grillkohlegeruch die Schiller-Offensive einräucherten.
Im zweiten Spielabschnitt änderte sich an der Grundausrichtung nichts. Mit ihrer reiferen Spielanlage kontrollierten die Pädagogen das Geschehen. Die Sportfreunde konnten nur noch selten über ihre an diesem Tag besonders laufstarke Offensive für Entlastung sorgen. Dem Favoriten fiel jedoch auch nicht zwingend etwas ein mit dem sie das Abwehrbollwerk um den überragenden Scherzer hätten sprengen können. Lädiert an Kopf und Knie zeigte er eine taktische Meisterleistung und gewann genauso wie Nebenmann Wienke nahezu jeden Zweikampf und war damit irgendwie das Sinnbild des gesamten Teams. Sie gaben mehr als drin war und am Ende blieb doch nur das Wunden lecken.
Kleine Lebenszeichen sendeten die Sportfreunde doch auch nach dem Pausentee immer wieder aus. So hämmerte Abwehrhüne Wienke Mitte des 2. Spielabschnitts einen fulminanten Freistoß an die Querlatte des Nachwuchslehrergehäuses. Strittig, ob ein möglicher Treffer Anerkennung gefunden hätte. Der Schütze war sich sicher, dass noch ein Pädagoge sein Bein dazwischen gehabt hatte, sodass ein Tor regulär gewesen wäre. Doch schon Otto Rehhagel merkte einst so treffend an: „Das Leben und der Fußball finden nicht im Konjunktiv statt!“. Ende der Diskussion.
Lange hätte wie bereits 2 Wochen zuvor zum Helden mutieren können. Es war wieder die vorletzte Spielminute. Wieder tauchte Lange vor des Gegners Gehäuse auf. Diesmal verzog er in Bedrängnis jedoch. Sein Schuss strich links am Tor vorbei. Und so nahm das Schiller-Unglück seinen Lauf. Eine Hereingabe über die linke Abwehrseite fand in der Mitte seinen Abnehmer. Tragischer Weise war es der starke Wienke der in dieser Szene seinen einzigen Zweikampf nicht gewinnen konnte. Einen Einzelnen zum Sündenbock zu stempeln, verbietet sich jedoch ohnehin. Unabhängig davon, ob es sich um einen Offensiv- oder Defensivspieler handelt. Die PädagoKick-Spieler konnten ihr Glück kaum fassen. Lautstarker Jubel und ausgelassene Freude waren nur zu verständlich und doch umso schmerzhafter für die tapferen Recken der Deutsch-Fraktion. Dass direkt nach Wiederanpfiff eine Kopie des ersten Treffers sogar das 2:0 bedeutete, dürfte am Ende höchstens die Statistikfreunde interessieren. Hoffentlich!
Männer, mit so einer Leistung braucht uns auch vor Sport nicht Bange zu sein. Unser Traum vom Achtelfinale lebt!
Wir bleiben hungrig! Don`t CRY – WORK !!!
Werner Hansch: "Ja, Statistiken. Aber welche Statistik stimmt schon? Nach der Statistik ist jeder 4. Mensch ein Chinese, aber hier spielt gar kein Chinese mit."
AntwortenLöschenNoch stärker als der erste Bericht. Das liegt zum Einen daran, dass sich der Künstler klar auf den zu beschreibenden Gegenstand fokusiert und das Auge des Austellungsbesuchers nicht durch irgendwelche abschweifenden Rahmenhandlungen oder Exkurse in das Kuriositätenkabinett der Diplom Päderasten vom eigentlichen Gegenstand abgelenkt wird. Darüber hinaus erweist sich der Künstler hier ebenfalls als fintenreicher Wortakrobat. Das Werk ist zwar gespickt von mächtigen Attributen für die Spieler (Torwartlegende, Abwehrhühne...), Personifizierungen, Hyperbeln, der Künstler schafft es aber geschickt durch Einschübe von abgedroschenen Fußballer-Zitaten diese vermeintliche stilistische Unangemssenheit zu übertölpeln. Und gerade auch die Verwendung dumm-dreister Kalauer evoziert durch die Homonyme "Post" oder "Familienduell" weisen geschickt auf eines hin: Intellektualität und Fußball wird immer ein herrliches Zwitterwesen bleiben. Bravo Maestro.
Danke für die Blumen...
AntwortenLöschenLangsam wird es bitter! Nachdem Marco schon in den vorläufigen Krankenstand verabschiedet wurde, hat es nun auch Tom erwischt. Er liegt derzeit im Krankenhaus. Gesichts-OP! Saison-Aus. Was kümmert uns da Rene Adlers WM-Absage? Unser Abwehrchef ist weg. Gute Bessserung, Fuffzehner!!!
*omg* :´-(
AntwortenLöschenGanz fiese Neuigkeiten... und ein Ausfall, der die Schillers richtig hart trifft...
Auch von mir gute Besserung an den Mann mit der 15!
Walk on!!
Klasse Bericht und auch eine klasse Kritik von unserem Günther Netzer! Vielleicht sollte es eine eigene Rubrik mit Kritiken geben, die dann wiederum kommentiert werden könnten... ;-)
AntwortenLöschenPS: Danke für die guten Wünsche, wird schon!