Brownies sind geil. Das ist ein Fakt und steht außerhalb jeglichen Diskussionsbedarfs.
Doch wirklich gute Brownies zu backen ist gar nicht mal so einfach. Es geistern Millionen Rezepte durch die Gegend. Manche sind besser, manche weniger. Die einen schmecken zu wenig nach Schokolade, andere sind zu trocken, wiederum andere haben eine zu lockere Konsistenz, die an gewöhnlichen Schokoladenkuchen erinnert. Man könnte bis an sein Lebensende Rezepte ausprobieren.
Für mich müssen Brownies im Idealfall sehr dunkel-bitterschokoladig, schwer in der Konsistenz und ein bißchen "sabschig" sein - also wie nicht ganz durchgebacken. Außerdem muss das Mundgefühl in Richtung Fudge gehen - etwas zäh, etwas klebrig :).
Ich hatte schon das eine oder andere Rezept, das ich ganz gut fand. Dennoch fehlte mir meistens irgendetwas. Was mich grundsätzlich am meisten gestört hat: Es hapert *irgendwie* an der Intensität des Schokoladengeschmacks, obwohl man 3 Tafeln höchstwertige (und teure...) Bitterschokolade im Teig versenkt. Da kann doch was nicht stimmen.
Tatsächlich hatte ich mal ein Rezept, das im Prinzip genial war. Es basierte nicht auf Schokolade, sondern auf reinem Kakao. Die Brownies waren vor lauter Kakao fast schwarz und wenn man sie nicht zu lange im Ofen gelassen hat, auch richtig gut in Konsistenz und Mundgefühl.
Leider fiel das Rezept der Löschtaste zum Opfer, da ich mir einreden ließ (oder mir selbst gerne einreden wollte), dass in einen richtig guten Brownie uuuuuunbedingt ganz viel tolle dunkle Schokolade rein muss.
Schön blöd. :-P
Doch vor ein paar Wochen kam die Rettung: Bei foodgawker begegneten mir Photo und Link zu *diesem* genialen, einfachen, kakaobasierten Brownie-Rezept. Das musste umgehend getestet werden!
Nach mehrmaliger Anwendung kann ich nun sagen: Die Dinger sind einfach nur himmlisch.
Richtig schön dunkel, richtig schön vollmundig, und mit der entsprechenden Backzeit- und Temperatur auch großartig in der Konsistenz.

Großartig ist auch, dass man diese Brownies erstens ohne großen Abwasch, und zweitens bei Bedarf (Heißhunger) auch mitten in der Nacht machen kann. Man braucht nämlich nur einen einzigen Topf und kann alles von Hand zusammenmischen, und es sind keine lauten Elektro-Rührgeräte von Nöten - Beschwerden wegen Ruhestörung sind also auszuschließen.
Die verwendete Zuckermenge erscheint auf den ersten Blick vielleicht typisch amerikanisch viel, aber man braucht sie in diesem Fall doch. Der viele Kakao zieht einiges an Süße weg.
Außerdem vermute ich, dass der hohe Zuckeranteil nicht unwesentlich zu der fudgeartigen Konsistenz beiträgt.
Um letztere zu erzielen, habe ich die Backtemperatur im Vergleich zum Ausgangsrezept noch einmal etwas niedriger gewählt (155°C). Die Backzeit beträgt dann genau 50 Minuten.
Da aber jeder Ofen anders ist, kann auch dies nur eine ungefähre Empfehlung sein.
Allgemein kann man wohl sagen: Brownies sind genau dann fertig, wenn sie noch nicht ganz fertig erscheinen. :)
(Meine Bilder waren etwas unterbelichtet, weshalb ich sie nachbearbeiten musste - jetzt wird nur leider der Dunkelheitsgrad der Brownies nicht mehr ganz authentisch wiedergegeben. Die Photos, die das Originalrezept zieren, sind da ein gutes Stück näher dran).
Ich will haben.
AntwortenLöschenJa, dann mal ran an den Ofen, Herr Waschbär! :-)
AntwortenLöschenDer Herr Waschbär gehört derzeit leider dem verarmten Landadel an.
AntwortenLöschenOh, das ist natülich - gelinde gesagt - unschön.
AntwortenLöschenDa diese Brownies (im Gegensatz zu denen mit viel Tafelschokolade) aber noch relativ günstig sind, hoffe ich, dass sie sich trotz der widrigen Bedingungen in Bälde mal realisieren lassen!
Ja, ist wie damals im Browniekrieg. Wir hatten nichts zu essen, und mit Brownies mußten wir schmeißen!
AntwortenLöschenVon damals stammt auch der Satz: Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Brownie!
AntwortenLöschenHey Glorya,
AntwortenLöschenhab gestern zufällig mal in das Wir-verabschieden-Svenja-nach-Frankreich-Buch geschaut, in das du auch Rezepte reingeschrieben hast... Da ist ein sogenanntes "Death by chocolate"-Brownie-Rezept bei und zwar mit Kakaopulver... könnte es also sein, daß es sich um jenes sagenumwobene, verschollene, gelöschte Rezept handelt?
Wir müssen das kommende Woche mal gründlich eroieren!
Svene :o)
Den Watson-Award für Frau Svene! :-)
AntwortenLöschenGroßartig. Da wär ich im Leben nicht mehr drauf gekommen! Genau das ist es (es kann gar kein anderes sein). Super, dass ich doch noch ein Backup auf einer externen Festplatte gemacht hatte ;-).
Ja, wir müssen dann unbedingt ausführliche Vergleiche anstellen!
ich hab auch schon mal Brownies gegessen.
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